Mittwoch, 26 Juni 2019 – 06:05 Uhr

Fleisch auf dem Speisezettel: »Wie das grüne Kraut«

»Wie das grüne Kraut«

Adobe Stock - Thomas Reimer

Gottes Plan B nach der Sintflut. Von Kai Mester

Das erste Buch Mose beschreibt eine weltweite Flut und einen völligen Neuanfang durch die Mensch- und Tierpopulation der berühmten Arche Noah. Die Nahrungsversorgung außerhalb des Paradieses war schon eine Herausforderung gewesen. Jetzt bot die nachsintflutliche Welt ein Bild der Verwüstung, und der Mensch war plötzlich auf tierische Nahrung angewiesen. »Furcht und Schrecken vor euch soll über alle Tiere der Erde kommen … in eure Hand sind sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben.« (1. Mose 9,2-3)

Zwei Tierkategorien

Schon die Auswahl der Archenpopulation war auf diese Notlage hin ausgerichtet gewesen:

»Nimm von allem reinen Vieh je sieben und sieben mit dir, das Männchen und sein Weibchen; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen … um auf dem ganzen Erdboden Nachkommen am Leben zu erhalten.« (7,2-3)

»Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar.« (8,20)

Offensichtlich waren nur die so genannten reinen Tiere zur Nahrung und als Opfertiere bestimmt, sonst wären ja mit dem Verzehr ganze Tierarten ausgerottet worden. Wie in dem unten angegebenen Heft, aus dem dieser Artikel stammt, noch ausführlicher zu sehen ist, gelten nur die Pflanzenfresser als rein, die Fleisch-, Aas- und Allesfresser jedoch als ungenießbar.

Der Ursprung des Schächtens

»Alles, was sich regt und lebt [aber natürlich keine Giftfrösche und anderen unreinen Tiere], soll euch zur Nahrung dienen … Nur dürft ihr das Fleisch nicht essen, während sein Leben, sein Blut, noch in ihm ist!« (9,3-4) Also waren Aas und Blut vom Verzehr ausgeschlossen. Erforderlich war daher eine Schlachtmethode, bei der das Tier völlig ausblutete, noch bevor der Tod eintrat. Diese Schlachtmethode, das Schächten, wird heute noch im Judentum und Islam praktiziert. Sie führt bei fachgerechter Durchführung zur unmittelbaren Bewusstlosigkeit des Tieres und ist somit praktisch schmerzfrei. Das Fleisch wird anschließend mit Wasser und Salz, manchmal auch mit Essig weiterbehandelt, um Blutrückstände gründlich aus ihm zu entfernen. Der Fleischgenuss hatte aber schon vor der Flut Einzug gehalten …

Lesen Sie weiter!
fleisch uff6 2008

Die ganze Sonderausgabe als PDF!

Oder als Printausgabe bestellen.


Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Ein Überraschungs-Quiz: Was wissen Sie über die Hölle?
WHO bestätigt Geist der Weissagung: Fleisch als Krebsgefahr
Warum so wenige an die Sintflut glauben: Kein Flutmodell
Der Henochfaktor (Teil 1): Vorbereitung auf die Entrückung
Ernährung und Vegetarismus aus biblischer Sicht: Vom Paradies zum Ackerbau
Ein Spiegel unserer Gesellschaft: Wie zu Noahs Zeiten
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Unsere Datenschutzerklärung