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    … und was, wenn die Mine hochgeht? Von Kai Mester

Mittwoch, 28 Juli 2021 – 06:34 Uhr

Studie an Republikanern und Demokraten: Ängstlich, genusssüchtig oder frei?

Ängstlich, genusssüchtig oder frei?

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Wes das Herz voll ist … Von Kai Mester

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Politisch eher rechts gesinnte Menschen reagieren stärker auf negative Bilder, eher links gesinnte auf positive Bilder. So eine Studie von Mike Dodd, die am 5. März 2012 in der Zeitschrift Philosophical Transactions of the Royal Society veröffentlicht wurde. Die Testgruppen waren US-Amerikaner. Die eine Republikaner, die andere Demokraten.

Die US-Republikaner sind eher rechts, konservativ, religiös, militant, für möglichst viel Freiheit im Wirtschaftsleben und beim Waffenbesitz, gegen Abtreibung und Homoehe, für Steuersenkungen, für den schlanken Staat usw. Donald Trump ist uns hier noch gut im Gedächtnis.

Die US-Demokraten sind eher links, liberal, progressiv, für Frieden, Abrüstung, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, Feminismus, mehr staatliche Kontrolle, gegen die Todesstrafe, gegen Waffenbesitz usw. Barack Obama und nun Joe Biden zeigte uns Amerika mehr von dieser Seite.

Republikaner reagieren mehr auf Negatives, Demokraten auf Positives

Nun stellte sich bei dem Experiment heraus, dass bei Bildern mit Spinnen (Angst), einer madenbesiedelten Wunde (Ekel) und einem Mann, der verprügelt wird (Zorn), bei den Konservativen mehr nervliche Erregung zu messen war als bei den Demokraten. Sie wurden von ihnen auch ein paar Millisekunden länger betrachtet.

Bilder von einem lächelnden Kind, einer Obstschale oder einem süßen Hasen wiederum erregten mehr Reaktion und Aufmerksamkeit bei den Liberalen.

Wovon werden wir gesteuert?

Das lässt sich unterschiedlich deuten. Entweder die Konservativen sind angstbesetzter und reagieren deshalb stärker auf alles Negative. Oder sie sind moralisch engagierter und das Böse macht sie betroffener. Als Gegensatz dazu stehen die Liberalen entweder dem Bösen eher gleichgültig gegenüber, weil sie selbst ein freizügigeres, sinnlicheres Leben führen oder sie richten ihre Augen mehr auf das Gute, weil sie das Böse ablehnen.

Ich glaube, beides stimmt. Es gibt in beiden Lagern solche und solche Menschen. Die Mehrheit allerdings – so lehrt uns die Bibel – dürfte sich eher von ihrer fleischlichen Natur leiten lassen. Sie lassen sich entweder vorwiegend von ihrer Angst steuern oder von ihrer Sinneslust, sind anderen gegenüber entweder kritisch eingestellt oder so »positiv«, dass sie das Leben in vollen Zügen genießen, auch wenn es gegen Gottes Gesetz geht.

Nachfolger Jesu haben das richtige Verhältnis zu Gut und Böse

Als Jesu Nachfolger dürfen wir frei von Angst sein, die Augen auf das Gute richten und vor dem Bösen verschließen, aber dennoch nicht so fest, dass wir den Leidenden in unserer Nähe nicht helfen würden oder dass wir wirklichkeitsfremd werden. Als Jesu Nachfolger sind wir auch keine Genussmenschen, die nur Augen für das Sinnliche, Leckere und Schöne haben. Dennoch sind Jesu Nachfolger mehr vom Guten geprägt als vom Bösen.

Die Studie gibt Anlass dazu, uns selbst zu hinterfragen, inwieweit wir der Aufforderung des Apostels folgen, wenn er sagt: »Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darüber denkt nach! Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; und der Gott des Friedens wird mit euch sein.« (Philipper 4,8-9)

Unsere Worte – ein Inhaltsverzeichnis

Worum drehen sich unsere Gespräche? Mehr um das Negative oder Positive?

»Unsere Worte sind ein Inhaltsverzeichnis unseres Charakters. Sie können gegen uns aussagen. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, unsere Worte mit Bedacht zu wählen … Worte sind entweder ein Lebensduft, der Leben verheißt, oder ein Todesgeruch, der den Tod bringt (2. Korinther 2,16). Alle dürfen die Kammern ihres Herzens mit reinen und heiligen Schätzen füllen, indem sie sich gründlich mit den wertvollen Worten Jesu vertraut machen.« (Review and Herald, 18. Januar 1898)

»Ich sehne mich sehr danach, dass alle, die Jesus kennen, auch an dem Geist zu erkennen sind, den ihre Worte atmen. Jesus sagt: ›Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor. Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden!‹ (Matthäus 12,35-37) Unsere Worte geben wie ein Inhaltsverzeichnis Aufschluss über den Zustand unseres Herzens. Ganz gleich ob Menschen viel oder wenig reden, ihre Worte offenbaren, womit sie sich gedanklich beschäftigen. Der Charakter eines Menschen kann recht präzise am Inhalt seiner Gespräche eingeschätzt werden. Vernünftige, wahre Worte haben den richtigen Klang. ›Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.‹ (1. Petrus 4,7)« (Youth Instructor, 13. Juni 1895)

»Jedes Wort, das wir sprechen, ist ein Same, der aufgeht und entweder gute oder schlechte Frucht bringt, je nach der Art des Wortes. Unsere Worte verstärken die Gefühle, aufgrund derer sie gesprochen wurden. Übertreibung ist eine schreckliche Sünde. Leidenschaftliche Worte säen Samen, die eine böse Ernte bringen, die niemand einfahren möchte. Unsere eigenen Worte haben eine Rückwirkung auf unseren Charakter, doch stärker noch wirken sie auf den Charakter anderer ein. Der unendliche Gott allein kann ermessen, wie viel Unheil achtlose Worte anrichten. Diese Worte kommen uns über die Lippen, und wir meinen sie vielleicht nicht einmal böse. Doch sie sind wie ein Inhaltsverzeichnis unserer innersten Gedanken und wirken zum Bösen. Welches Unglück ist schon durch gedankenlose, unfreundliche Worte im Familienkreis entstanden! Barsche Worte machen uns manchmal über Jahre zu schaffen und verlieren nie ihre Schärfe. Als bekennende Christen sollten wir den Einfluss unserer Worte auf gläubige und ungläubige Menschen in unserer Nähe bedenken. Unsere Worte werden registriert und Unheil geschieht durch gedankenlose Äußerungen. Nichts kann den unguten Einfluss gedankenloser, törichter Worte ganz ungeschehen machen. Unsere Worte zeigen, wovon sich unsere Seele ernährt.« (Youth Instructor, 27. Juni 1895)

Der oben angeführte Rat des Paulus im Philipperbrief ist hier das Heilmittel für unsere Seele. Es wird uns aber nicht gelingen, dies umzusetzen, es sei denn, wir nehmen Jesus täglich in unser Herz auf und lassen ihn darin uneingeschränkt walten. Dann wird uns sein Geist erfüllen und wir werden unsere Augen auf das Schöne und Gute richten, ein Leben nach Gottes Geboten führen und für Gerechtigkeit und Freiheit der Unterdrückten und Leidenden eintreten.

»Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.« (Galater 2,20)


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