• Gottes Werk braucht Mitarbeiter: Engagier dich! Reformier dich!

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    Es ist noch nicht zu spät. Von Ellen White

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Mittwoch, 15 September 2021 – 06:51 Uhr

Gottes Werk braucht Mitarbeiter: Engagier dich! Reformier dich!

Engagier dich! Reformier dich!

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Es ist noch nicht zu spät. Von Ellen White

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Lesezeit: 9 Minuten

Richtig zielstrebige Menschen, die es ernst meinen, gibt es nur wenige in unserer Welt, aber sie werden dringend gebraucht. Ein Mensch mit großer Energie ist eine Inspiration für viele; er elektrisiert andere, aktiviert sie und reißt sie mit. Stößt er bei seiner Arbeit auf Hindernisse, hat er den Antrieb in sich, jedes Hindernis zu durchbrechen, statt sich den Weg versperren zu lassen.

Echtes Heldentum

Besonders solche, die Gottes Wort unterrichten, brauchen ständig, unnachgiebige Energie bei ihrer Arbeit. Auf jedem Weg gibt es Dornen. Alle, die sich vom HERRN führen lassen, können mit Enttäuschungen, Kreuzen und Verlusten rechnen. Doch der Geist echten Heldentums wird ihnen beim Überwinden helfen. Viele empfinden ihre Probleme größer, als sie sind, und bemitleiden sich deshalb, fangen an zu verzweifeln. Was sie brauchen, ist ein völliger Kurswechsel: Disziplin und Einsatz können alle kindischen Gefühle überwinden. Halte dich in deinem Leben nicht an Bagatellen auf. Nimm dir etwas vor, und tu es dann auch. Viele fassen gute Vorsätze, haben immer vor, etwas zu tun, setzen es aber nie um. Ihre Vorsätze sind nur Gerede. Mit mehr Energie würden sie allen Hindernissen zum Trotz etwas erreichen und wären dann auch gesünder.

Was sind deine Lebensziele?

Jeder braucht ein Ziel, einen Sinn im Leben! Umgürte die Lenden deines Verstandes; gewöhne die Gedanken, genauso bei der Sache zu bleiben, wie die Kompassnadel sich ständig nach Norden ausrichtet. Das Denken braucht eine Richtung, einen guten Plan. Dann bringt jeder Schritt vorwärts und man verschwendet keine Zeit mit vagen Ideen und Zufallsplänen. Du brauchst Ziele, die es wert sind, verfolgt zu werden. Behalte sie ständig im Auge, lass jeden Gedanken und jede Handlung zu ihrer Verwirklichung beitragen. Sei fest entschlossen, das zu erreichen, was du dir vorgenommen hast.

Erfolg oder Misserfolg in diesem Leben hängt sehr von deinen Gedanken ab. Wenn du sie so lenkst, wie Gott es möchte, werden sie um Themen kreisen, die zu größerer Hingabe führen. Sind die Gedanken richtig, dann sind es auch die Worte. Wenn du von großen Zielen träumst, in denen du eine große Rolle spielst, wirst du über dich und deine Wichtigkeit sprechen und selbstsüchtig handeln. Solche Gedanken führen nicht zu einem engen Wandel mit Gott. Wer sich jedoch keine gründlichen Gedanken macht, bei dem sind unkluge Entscheidungen vorprogrammiert. Er wird aus einem plötzlichen Anfall heraus aktiv, schlägt hier und dort zu, greift nach diesem und jenem; aber seine Bemühungen führen zu nichts.

Chancen am Lebensabend

Wer wirklich Jesus dient, macht permanent Fortschritte. Die Nachmittagssonne seines Lebens mag milder sein und mehr Frucht bringen als die Morgensonne. Sie kann an Größe und Strahlkraft zunehmen, bis sie hinter den Hügeln im Westen versinkt.

Meine Brüder im Dienst, es ist besser, viel besser, an harter Arbeit im heimischen oder ausländischen Missionsfeld zu sterben, als durch Untätigkeit zu verrosten. Lasst euch von Schwierigkeiten nicht entmutigen; begnügt euch nicht damit, euch zur Ruhe zu setzen, ohne zu studieren und ohne Fortschritte zu machen. Sucht in Gottes Wort intensiv nach Themen, aus denen die Unwissenden etwas lernen können und die für Gottes Herde zu saftigen Weideplätzen werden. Lass dich so von der Materie erfüllen, dass du aus dem Schatzhaus seines Wortes Neues und Altes hervorbringen kannst.

Eure Erfahrung mit Gott sollte nicht schon zehn, zwanzig oder dreißig Jahre her sein. Ihr braucht eine tägliche, lebendige Erfahrung, wenn ihr jedem zur rechten Zeit Speise geben wollt. Schaut vorwärts, nicht rückwärts! Wenn du erst in deinem Gedächtnis Erfahrungen aus der Vergangenheit hervorkramen musst, was bedeutet das Heute dann für dich oder andere? Natürlich wirst du all das Gute deiner vergangenen Erfahrung wertschätzen. Doch heute möchtest du eine hellere, frischere Erfahrung, während es weiter vorwärtsgeht. Prahle nicht mit deinen vergangenen Taten, sondern zeig, was du jetzt tun kannst! Schweig lieber und lass deine Taten für sich sprechen! Stell unter Beweis, dass »die gepflanzt sind im Hause des HERRN, die werden in den Vorhöfen unseres Gottes grünen. Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, dass sie verkündigen, dass der HERR gerecht ist; er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.« (Psalm 92,14-16)

Mentales Fitnesstraining

Halte Herz und Geist durch ständigen Einsatz jung! Wenn die belebende Gnade des Messias deinen Schritten Schwung verleiht, werden deine Predigten eine Ernsthaftigkeit ausstrahlen, die in den Bann zieht. Dann weißt du genau, worüber du sprechen willst, wirst weder langatmig reden noch unschlüssig sprechen, als glaubtest du selbst nicht, was du sagtest. Überwinde langes Zögern und unentschlossene, schleppende Schritte. Lerne, ein Mann der Stunde zu sein!

Die Themen, die viele unserer Geistlichen dem Volk vortragen, sind nicht halb so zusammenhängend, klar und stark in der Argumentation wie nötig. Sie nennen sich Bibellehrer, studieren aber kaum selbst die Schriften. Sie begnügen sich mit den Argumenten, die sie in Broschüren und Büchern finden und um die sich andere ernsthaft bemüht haben. Ihren eigenen Verstand im Eigenstudium einzusetzen, sind sie aber nicht bereit. Wer anderen Gottes Wort verkündet, kann nur sein volles Potenzial erfüllen, wenn er die Heilige Schrift gründlich erforscht. Es reicht nicht, die Gedanken anderer zu repetieren. Die Wahrheit will ausgegraben werden wie verborgene Schätze. Natürlich ist es gut, Ideen von anderen zu sammeln, aber es reicht nicht, diese Ideen zu übernehmen und sie wie ein Papagei zu wiederholen. Macht euch diese Ideen zu eigen, Brüder; stellt die Argumente selbst zusammen, aus eurem eigenen Studium und eurer eigenen Forschung. Leiht euch nicht die Ergebnisse der Gehirne und Federn anderer Menschen aus und zitiert sie als Seminar, sondern macht das Beste aus den Talenten, der Verstandeskraft, die Gott euch gegeben hat.

Wer Gottes Wort unterrichtet, braucht sich nicht vor gedanklicher Disziplin zu scheuen. Jeder Mitarbeiter oder Mitarbeiterkreis sollte durch beharrliches Bemühen Richtlinien und Strukturen entwerfen, die zur Bildung guter Gewohnheiten im Denken und Handeln führen. Solche Schulung ist nicht nur notwendig für junge Menschen, sondern auch für ältere Mitarbeiter, damit ihr Dienst fehlerfrei und ihre Vorträge klar, zum Punkt und überzeugend sind. Manche Gehirne gleichen mehr einem alten Kuriositätenkabinett. Sie haben viele merkwürdige Wahrheiten aufgeschnappt und gespeichert, wissen sie aber nicht klar und zusammenhängend darzustellen. Erst die Beziehung dieser Ideen zueinander würde sie wertvoll machen. Jeder Gedanke, jede Aussage sollte so eng miteinander verbunden sein wie die Glieder einer Kette. Wenn ein Prediger eine Masse von Stoff vor den Leuten ausbreitet, die sie auflesen und ordnen sollen, ist seine Arbeit umsonst, denn es gibt nur wenige, die das tun.

Werde intellektueller Gigant

Viele unserer jungen Männer könnten heute intellektuelle Giganten sein, wenn sie sich nicht mit einem niedrigen Niveau begnügten. Wer nicht gerne studiert, ist immer in großer Gefahr, geistig und mental zu verzwergen. Er meint vielleicht, er verstehe die biblischen Themen ganz gut, hört auf zu forschen und tief nach weiteren Erkenntnisschätzen zu graben. Statt gründliches Studium zu seiner Gewohnheit zu machen, lässt er sich gehen und kratzt nur an der Oberfläche, ohne den Fragen energisch auf den Grund zu gehen. Wer so oberflächlich studiert, könnte in keiner Diskussion mit einem Gegner bestehen. Er dringt nur so tief in ein Thema ein wie momentan nötig und täuscht sich über die wahre Unwissenheit seines trägen Geistes. Allmählich wird er zögerlich, sein Verständnis lässt nach und der Weg zum Erfolg wird ihm verbarrikadiert.

Einige unserer Geistlichen haben eine Serie von Predigten, die sie Jahr für Jahr mit wenig Abwechslung halten. Die Illustrationen sind die gleichen, und die Worte sind fast die gleichen. Solche Menschen haben aufgehört, sich zu verbessern und Studenten zu sein. Sie glauben, sie könnten geistigem Verfall vorbeugen, indem sie den Geist nicht überstrapazieren. Falsch! Nur wenn man den Verstand strapaziert, wird er stärker und schärfer. Er braucht Arbeit, sonst wird er schwächer; er braucht neue Themen, sonst verhungert er. Denkt er nicht regelmäßig und systematisch, verliert er seine Denkkraft ganz bestimmt.

Die Bibel: Bestes mentales Krafttraining

Die Lektüre von Büchern über unseren Glauben, das Lesen von Argumenten aus der Feder anderer ist zwar eine ausgezeichnete und wichtige Übung. Sie verleiht dem Geist aber nicht die größte Kraft. Die Bibel ist das beste Buch der Welt für den Geist. Die großen Themen in ihr, die würdevolle Schlichtheit, mit der sie dargelegt werden, das Licht, das sie auf die Geheimnisse des Himmels werfen, geben dem Verstand Kraft und Stärke. Nur wenn der Verstand unter die Oberfläche dringt, kommt dies dem Graben nach der Wahrheit wie nach verborgenen Schätzen gleich.

Forever young

Es gibt Menschen im Dienst, die ihr ganzes Leben lang die Bibel gelesen haben und meinen, sie seien so gut mit ihren Lehren vertraut, dass sie sie nicht zu studieren brauchen. Irrtum! Dem engagierten Bibelstudenten werden ständig neues Licht, neue Ideen, neue Edelsteine der Wahrheit aufleuchten, die ihn faszinieren. Sogar noch in der Ewigkeit werden sich die Wahrheiten dieses wunderbaren Buches weiter entfalten.

Unsere Geistlichen sind zu sehr mit sich selbst zufrieden. Sie brauchen intellektuelle Disziplin. Scheinbar halten sie ihre Ausbildung für abgeschlossen. Fehlanzeige! In Wirklichkeit wird sie nie abgeschlossen sein. Bildung hört niemals auf. Wenn dieses Leben endet, wird die gleiche Arbeit im zukünftigen Leben fortgesetzt.

Los geht's! Get intense!

Mit zunehmendem Alter werden viele Geistliche als Prediger wertlos und stellen ihre Arbeit gerade dann ein, wenn ihre Erfahrung für die Sache von größtem Nutzen wäre und sie fast unentbehrlich sind. Hätten sie ihren Verstand zu intensiver Arbeit erzogen, so wären sie auch im Alter fruchtbar.

Das Evangelium wird nicht richtig von denen repräsentiert, die aufgehört haben zu studieren, die sozusagen im Bibelstudium einen Abschluss erworben haben. Wenn wir in dieser Zeit der netten Fabeln die Ohren der Leute erreichen wollen, brauchen wir einen disziplinierten Verstand, der reich mit den unvergänglichen Wahrheiten von Gottes Wort ausgestattet ist.

Wenn du aufgehört hast, die Bibel zu studieren, und es dir intellektuell bequem gemacht hast, ermutige ich dich: Fang jetzt an aufzuholen! Vielleicht wirst du es nicht ganz schaffen, aber immerhin bis zu einem gewissen Punkt. Fang gleich an, deinen Verstand für die Anstrengung zu wappnen. Sag dir in der Kraft Jesu: Ich studiere für die Ewigkeit; ich werde mein träges Temperament überwinden! Dann engagiere dich mit größerem Einsatz denn je in Gottes Werk und vertiefe dich wie nie zuvor ins Studium seines Wortes.

Review and Herald, 6. April 1886

 


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