• Zum Umgang mit Andersgläubigen: Zur Zeit und zur Unzeit?

    Zur Zeit und zur Unzeit?

    Adobe Stock - Argus

     

    Gottes Auftrag erfüllen, heißt langfristig denken. Von Ellen White

Montag, 18 September 2017 – 09:10 Uhr

Zum Umgang mit Andersgläubigen: Zur Zeit und zur Unzeit?

Zur Zeit und zur Unzeit?

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Gottes Auftrag erfüllen, heißt langfristig denken. Von Ellen White

Uns ist zwar aufgetragen: »Rufe aus voller Kehle, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie ein Schofarhorn und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde!« (Jesaja 58,1) Diese Botschaft gilt es zu verkündigen. Doch auch wenn diese Botschaft wichtig ist, wollen wir diejenigen nicht angreifen, in die Ecke drängen und verurteilen, denen die Erkenntnis fehlt, die wir haben …

Alle, die große Vorrechte und Gelegenheiten haben, aber an ihren körperlichen, mentalen und moralischen Fähigkeiten nicht gefeilt haben, sondern sich vergnügen und vor ihrer Verantwortung drücken, sind gefährdeter und stehen vor Gott schlimmer da als Menschen, die sich lehrmäßig im Irrtum befinden, aber bemühen, anderen zum Segen zu werden. Tadelt und verurteilt sie nicht!

Wenn man sich von selbstsüchtigen Überlegungen, falschen Schlüssen und Ausreden in einen verkehrten Herzens- und Bewusstseinszustand bringen lässt, sodass man Gottes Wege und Willen nicht mehr erkennt, lädt man sich weit mehr Schuld auf als der aufrichtige Sünder. Daher ist man besser auf der Hut, dass man nicht jemanden verurteilt, der vor Gott unschuldiger dasteht als man selbst.

Denken wir daran, dass wir auf keinen Fall Verfolgung über uns bringen sollten. Harsche und sarkastische Worte sind unangebracht. Haltet sie aus jedem Artikel heraus, streicht sie aus jedem Vortrag! Überlasst Gottes Wort das Schneiden und Tadeln. Sterbliche Männer und Frauen dürfen sich getrost in Jesus Christus bergen und in ihm bleiben, damit der Geist Jesu durch sie sichtbar wird. Seid vorsichtig mit euren Worten, dass ihr die Andersgläubigen nicht erst so richtig gegen euch euch aufbringt und Satan die Chance gebt, eure unbedachten Worte gegen euch zu verwenden.

Es kommt zwar eine Trübsalszeit, »wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt« (Daniel 12,1). Doch unsere Aufgabe ist, sorgfältig alles aus unseren Diskursen auszujäten, was nach Vergeltung, Widerstand und einem Angriff gegen Kirchen und Einzelpersonen schmeckt, denn das entspricht nicht Jesu Weg und Methode.

Gottes Gemeinde, die die Wahrheit kennt, hat ihre Aufgabe nicht getan, die sie gemäß Gottes Wort hätte erfüllen sollen. Deshalb sollten wir umso vorsichtiger sein, dass wir Ungläubige nicht verletzen, bevor sie die Gründe für unseren Glauben in puncto Sabbat und Sonntag gehört haben.

Aus: Testimonies for the Church 9, 243-244


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