• Teenager starb an Überdosis: Koffein kann lebensgefährlich sein

    Koffein kann lebensgefährlich sein

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    Gründerin der Siebenten-Tags-Adventisten empfahl völligen Verzicht. Von Kai Mester
     
Sonntag, 21 Mai 2017 – 15:03 Uhr

Teenager starb an Überdosis: Koffein kann lebensgefährlich sein

Koffein kann lebensgefährlich sein
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Gründerin der Siebenten-Tags-Adventisten empfahl völligen Verzicht. Von Kai Mester
 

Davis Allen Cripe starb mit 16 Jahren in South Carolina – laut Gerichtsmediziner an Herzrhythmusstörungen. Er hatte binnen zwei Stunden einen Milchkaffee von McDonald's, eine Flasche Mountain Dew Limo und einen Energydrink mit viel Koffein getrunken.

Dabei hatte erst kürzlich eine Studie der Stanford Universität ergeben, dass täglicher Koffeinkonsum das Risiko für Herzkrankheiten senke. Andere Studien scheinen nahezulegen: Koffein mache kurzfristig und langfristig intelligenter, senke das Risiko für Parkinson, Diabetes und manche Krebsarten, mache sportlich leistungsfähiger, erhöhe die Reaktionsschnelligkeit und wirke einer Glatze entgegen.1

Nach dem Tod von Davis Allen Cripe heißt es nun, auf das Maß komme es an. So sagte der Gerichtsmediziner: »Wir glauben, dass man darauf achten muss, wie viel und wie schnell man Koffein zu sich nimmt, genauso wie es bei Alkohol und Zigaretten der Fall ist.«2

Tatsächlich gab es Zeiten in der Geschichte, da lobte man die Wirkung von Tabak. Und auch das Gerücht, wer täglich ein Gläschen Rotwein trinke, lebe länger, hält sich beharrlich, obwohl es eine Langzeitstudie nicht nachweisen konnte.3

Die Gründerin der Siebenten-Tags-Adventisten Ellen Gould White drängte auf völligen Verzicht:

»Nach der Erkenntnis, die Gott mir geschenkt hat, sollten alle unsere Mitglieder das Gelübde unterzeichnen und mit dem Abstinenzverein verbunden sein. Einige sind rückfällig geworden und haben bei Tee und Kaffee Kompromisse gemacht. Wer jedoch die Gesundheitsgesetze bricht, dessen Bewusstsein wird so sehr getrübt, dass er auch Gottes Gesetz bricht.« (Review and Herald, 21. Oktober 1884) »Wer von unseren Geschwistern unterzeichnet eine Erklärung auf Fleisch, Tee, Kaffee und alle schädlichen Speisen zu verzichten und Gesundheitsreformer im wahrsten Sinne des Wortes zu werden?« (Backsliding in Health Reform, 29. März 1908)

So wurde jahrzehntelang jeder Täufling gefragt: »Bist du bereit, das Gebot zu befolgen, zur Ehre Gottes zu essen und zu trinken (1. Korinther 10,31), indem du dich aller berauschenden Getränke enthältst (Sprüche 23,29-32) sowie auf Tabak in allen seinen Formen verzichtest (1. Korinther 3,16,17), auf Schweinefleisch (Jesaja 66,15.17), Drogen, Tee, Kaffee und andere schädliche Substanzen?« (Zeitweise wurde statt der namentlichen Nennung von Tee und Kaffee nur von Suchtmitteln allgemein gesprochen, seit der Jahrtausendwende nur noch von »Drogenmissbrauch«.)

Besonders gefährlich ist hochkonzentriertes Koffeinpulver, wie einige Todesfälle in den USA gezeigt haben.4 Aber schon 400mg Koffein pro Tag können, wie der Fall Davis Allen Cripe zeigt, einen jungen Menschen das Leben kosten.5

Macht es Sinn, weiter koffeinhaltige Getränke zu konsumieren, bis die Wissenschaft auch die Risiken des moderaten, aber regelmäßigen Koffeinkonsums eindeutig nachgewiesen hat? Allein schon die Entzugserscheinungen weisen Koffein als Suchtmittel aus. Gotteskinder und Nachfolger Jesu sind jedoch in Sachen Freiheit unterwegs:

»Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.« (Johannes 8,36) »Wo der Geist des HERRN ist, da ist Freiheit.« (2. Korinther 3,17) »So steht nun fest in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!« (Galater 5,1)

1 »The surprising health benefits of caffeine«, Henry Wong, Telegraph, 18. Januar 2017
2 »16-Jähriger stirbt, weil er zu schnell zu viel Koffein trinkt«, Welt, 17. Mai 2017
3 »Länger leben mit Rotwein? Von wegen!«, Stefan Parsch, Welt, 13. Mai 2014
4 »Caffeine Powder Poses Deadly Risks«, Murray Carpenter, New York Times, 18. Mai 2015
5 »How Much Caffeine Is Too Much?«, Laura Entis, Fortune, 16. Mai 2017


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