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    Wie kann ich meinen Kindern helfen?

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Montag, 23 Oktober 2017 – 06:55 Uhr

Ein dämonisches Fest: Was jeder Christ über Halloween wissen sollte

Was jeder Christ über Halloween wissen sollte

Bild: teressa - Adobe Stock

Wie leicht gewöhnt man sich an Traditionen. Dann erscheint das plötzlich ganz unschuldig zu sein, was alles andere als unschuldig ist. Von Gerhard Pfandl, dem ehemaligen Vizedirektor des Bibelforschungsinstituts der Generalkonferenz

Jedes Jahr am 31. Oktober feiern Millionen Halloween, indem sie sich als Hexen, Teufel und Dämonen verkleiden.

Der Tag ist aber nicht nur eine Gelegenheit zum Feiern für Erwachsene, sondern auch ein Anlass für Kinder, von Haus zu Haus zu gehen, oft in Verkleidung, um »Süßes oder Saures« zu rufen.

Der Name Halloween leitet sich von dem römisch-katholischen Feiertag Allerheiligen ab, dem Fest All Saints oder All Hallows (»hallow« bedeutet »heilig machen« oder »etwas für heilig erachten«). Es wird am 1. November gefeiert. An Allerheiligen wird der Heiligen gedacht, denen kein besonderer Namenstag im römisch-katholischen Kirchenjahr geweiht ist. Der Tag vor Allerheiligen wurde All Hallows Eve genannt, also Vorabend von Allerheiligen – und aus Hallows Eve ist schließlich Halloween geworden.

Nach der Encyclopedia Britannica geht der Ursprung von Halloween auf ein Fest der Druiden zurück, einem Orden heidnischer Priester im alten Gallien und Britannien vorchristlicher Zeit: »Im alten Britannien und Irland wurde das keltische Fest Samhain am 31. Oktober gefeiert, wenn der Sommer zu Ende ging.

Dieses Datum war auch die Neujahrsnacht in keltischer und angelsächsischer Zeit und Anlass für eines der Feuerfeste des Altertums, wo große Leuchtfeuer auf Bergkuppen angezündet wurden, um damit die bösen Geister zu vertreiben. Das Datum stand im Zusammenhang mit dem Viehabtrieb von den Weiden. Auch wurden Gesetze und Pachtverträge erneuert. Die Seelen der Verstorbenen besuchten an diesem Tag ihre alten Heime (so glaubte man) und das Herbstfest bekam eine finstere Bedeutung, weil an ihm angeblich Geister, Hexen, Kobolde, schwarze Katzen, Feen und Dämonen aller Art ihr Unwesen trieben. Es war die Zeit, in der man übernatürliche Mächte besänftigte, die die Vorgänge der Natur steuerten.

Das keltische Samhain-Fest markierte den Winteranfang und bestand aus dem Vorabend und dem Tag selbst (31. Oktober und 1. November). Es blieb unter den Kelten auch nach der Christianisierung Britanniens im fünften Jahrhundert beliebt. Die christliche Kirche in Britannien übernahm das Samhain-Fest, indem es Allerheiligen auf dieses Datum legte. Bis zum Ende des achten Jahrhunderts hatte man Allerheiligen am 13. Mai gefeiert.

Da sich der britische Brauch Allerheiligen am 1. November zu feiern auch auf andere Länder ausdehnte, verlegte Papst Gregor IV (827-844) das Fest offiziell vom 13. Mai auf den 1. November.

Die New Catholic Encyclopedia behauptet als Grund »zu wenig Nahrungsmittel für die zahlreichen Pilger, die im Mai nach Rom kamen«, gesteht aber ein, manche glaubten, »das Novemberfest hätte seinen Ursprung in Gallien und sei sofort von Rom übernommen worden«.

Die Samhain-Bräuche überlebten in den keltischen Gebieten Großbritanniens: Irland, Schottland und Wales. Mit der Zeit verloren viele ihre religiöse Bedeutung, und der Vorabend von Allerheiligen wurde zu einem säkularen Fest, »obwohl viele traditionelle keltische Vorstellungen immer noch diesem Abend zugeordnet werden können. Alles was mit Wahrsagerei zu tun hat, blieb an diesem Abend beliebt. Erwachsene trugen fantasievolle Verkleidungen und Masken, ahmten übernatürliche Wesen nach und besuchten die Häuser, wo man ihnen oft Speis- und Trankopfer darbrachte«, schrieb Leonard N. Primiano in dem Eintrag »Halloween« in der Encyclopedia of Religion.

Irische und schottische Einwanderer brachten die Allerheiligenbräuche in die Vereinigten Staaten mit. Nachdem während der Kartoffelmissernte und der darauf folgenden großen Hungersnot in Irland eine Masseneinwanderung von Iren stattgefunden hatte (1845-1852), wurde Halloween landesweit gefeiert.

Der Brauch der Kinder, von Tür zu Tür zu gehen und »Süßes oder Saures« zu rufen, geht ebenfalls auf die alten Druidenpriester zurück, die von Haus zu Haus zogen und sowohl um Essen für den Eigenbedarf baten als auch um Opfer für ihre Götter. Wenn man ihnen in einem Haus kein Essen gab, belegten sie das Haus mit einem dämonischen Bann. Geschichtliche Quellen behaupten, dass dann tatsächlich innerhalb eines Jahres ein Bewohner dieses Hauses sterben musste.

Die Druiden trugen große Steckrüben mit sich, die sie innen ausgehöhlt und denen sie vorne ein Gesicht geschnitzt hatten. Damit wurde der dämonische Geist dargestellt, auf dessen Macht und Wissen sie angewiesen waren. Die Rübe wurde innen durch eine Kerze erleuchtet und von den Druiden als Laterne gebraucht, wenn sie abends von Haus zu Haus zogen. Als dieser Brauch im 18. und 19. Jahrhundert nach Amerika kam, waren Rüben nicht so verbreitet. Daher trat der Kürbis an die Stelle der Rübe.

Obwohl die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten keine offizielle Position speziell zu Halloween hat verlauten lassen, schließt ihre Ablehnung des Okkulten und Dämonischen aber von vornherein jegliche Befürwortung für diese Art Fest aus.

Halloween und seine Bräuche haben keine Wurzeln in der Schrift oder der christlichen Gemeinde. Sie sind fest verwurzelt in okkulten und heidnischen Praktiken. Diese Ursprünge sind aber heute in Vergessenheit geraten oder sie werden verharmlost. Dennoch ist jeder Brauch, der aus dem Okkulten kommt mit den Lehren der Schrift unvereinbar (3. Mose 20,6).

Da heute viele nicht mehr an die Existenz eines Teufels und seiner Dämonen glauben, sehen sie keine Gefahr darin, sich über diese »religiösen Relikte der Vergangenheit« lustig zu machen. Den Kindern bringt man bei, es gebe so etwas wie Hexen und böse Geister gar nicht und es mache Spaß, sich als Geist oder Kobold zu verkleiden. Die moderne Leugnung Satans und dämonischer Mächte widerspricht eindeutig der Heiligen Schrift. Vom 1. Mose bis zur Offenbarung bekräftigt die Bibel die Existenz Satans und dämonischer Geistwesen (1. Mose 3,1; Hiob 1,6; Matthäus 8,31; Offenbarung 12,9)

In der Erziehung ist es wichtig, dass wir keine falschen Vorstellungen in die Kinderköpfe einpflanzen. Die Bibel sagt: »Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll, so wird er nicht davon weichen, wenn er alt wird!« (Sprüche 22,6) Ihnen zu sagen, es sei ungefährlich, böse Geister nachzuahmen, wäre gegen Gottes Willen.

Gott warnte Israel im Alten Testament, sich nicht mit dem Okkulten einzulassen. »Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei oder ein Beschwörer oder ein Zauberer, oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager, oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz.« (5. Mose 18,10-12) Da das Okkulte heute aktiver ist denn je, hat dieser Rat heute immer noch Gültigkeit.

Bei Halloween mitzumachen, mag Kindern und Erwachsenen als unschuldiger Spaß erscheinen, doch es ist einer von Satans zahlreichen Wegen, wie er die Menschen zu der Annahme verleiten kann, man könne mit der Welt der Geister und Dämonen ruhig spielen.

Obwohl Ellen G. White, die Mitbegründerin der Adventgemeinde, Halloween nie erwähnt hat, warnt sie dennoch viele Male vor dem Spiel mit dem Spiritismus. »Viele schrecken entsetzt vor dem Gedanken zurück, ein spiritistisches Medium zu befragen. Von den attraktiveren Formen des Spiritismus lassen sie sich aber gerne anlocken«, sagte sie in Evangelism auf Seite 606.

Siebenten-Tags-Adventisten wissen, dass der Spiritismus viele Gesichter hat. Einige erscheinen harmloser und lustiger zu sein. Trotzdem führen sie Kinder und Erwachsene von Gottes Wahrheit weg und können zum Sprungbrett für eine weitere Verstrickung mit dem Okkulten werden.

Dieser Kommentar erschien zuerst in Perspective Digest, dem Journal der Adventist Theological Society.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Review-Redaktion aus:
Gerhard Pfandl, What Every Christian Should Know About Halloween, Adventist Review, 23. Oktober 2015


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