• Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 50): Evangelisation nach der Art Jesu

    Evangelisation nach der Art Jesu

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    … ist langfristiger, persönlicher, vielleicht unbequemer, aber erfolgreicher. Von John Holbrook

Freitag, 14 Juli 2017 – 09:48 Uhr

Aus dem Leben eines modernen Missionars (Tawbuid-Projekt auf Mindoro – Teil 49): Schwäche zeigen gewinnt Herzen

Schwäche zeigen gewinnt Herzen

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Jesus hatte ein revolutionäres Verständnis von Mission. Von John Holbrook

Schwachheit, Not, Hilflosigkeit. Dem versuchen wir tunlichst aus dem Weg zu gehen. Wir wählen unseren Beruf, schließen Versicherungen ab, sparen Geld und investieren in unsere Rente. Denn wir wollen unabhängig bleiben. Schon der Gedanke, um Hilfe bitten zu müssen, ist demütigend.

Doch zu welchem Glauben ruft Jesus uns auf? In Matthäus sagte Jesus, als er seine Jünger aussandte: »Nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab.« (Matthäus 10,9.10)

Heutige Missionare werden meist als Entwicklungshelfer angesehen. Wir handeln aus einer Position der Macht und helfen bereitwillig den Armen und Vernachlässigten. Wir erwarten, dass sie unsere Hilfe suchen, und tatsächlich: Sie tun es auch. Doch Jesu Ansatz an Mission unterschied sich dramatisch davon. Er sandte seine Jünger nur mit den Kleidern am Leibe aus und mit einem soliden Glauben. Sie kamen bei ihrer Zielgruppe als Hilfsbedürftige an, die auf die Großzügigkeit ihrer Gastgeber angewiesen waren. Als Lohn dafür brachten sie echten Frieden.

Die Menschen hießen diese bedürftigen Missionare willkommen. Ihre Demut und Abhängigkeit öffnete ihnen die Herzen. Das Ergebnis lässt sich nicht leugnen: In Schwachheit waren sie hinausgegangen und hatten damit die größte christliche Gemeindegründungsbewegung in der Geschichte ins Leben gerufen.

Haben wir den Glauben, in Demut und Armut die Hand auszustrecken? Können wir statt mit Macht und Reichtum, in Schwachheit kommen und um Hilfe bitten und dafür den Frieden anbieten, der allen Verstand übersteigt?

Aus: Adventist Frontiers, 1. Juli 2017


Adventist Frontiers ist eine Publikation von Adventist Frontier Missions (AFM).
AFM hat es sich zum Ziel gesetzt, einheimische Bewegungen ins Leben zu rufen, die Adventgemeinden in unerreichten Volksgruppen gründen.

JOHN HOLBROOK wuchs im Missionsfeld auf. Er half seiner Familie eine Gemeindegründungsbewegung unter dem Alanganvolk in den Bergen der philippinischen Insel Mindoro zu initiieren. Seit 2011 setzt John seine Fähigkeiten und seine Erfahrung ein, um das Evangelium den abgeschotteten Tawbuid-Animisten zu bringen, einem Stamm, der in der Nachbarschaft der Alangan lebt.

www.afmonline.org


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