• Heilung mitten im Leid: Wer bist du?

    Wer bist du?

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    Fünf Jahre verheiratet, beide Kinder beim Autounfall verlieren: der Albtraum aller Eltern. Wer das überstanden hat, kann praktisch jedem Hoffnung vermitteln. Von Bryan Gallant

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Donnerstag, 04 September 2014 – 17:59 Uhr

Die Geschichte von hoffnung weltweit: Wunder über Wunder

Wunder über Wunder

(bild: privat)

Wie ist dieses Portal entstanden? Zwanzig Jahre unglaubliche Entstehungsgeschichte. Gott gebraucht Menschen, die sich gebrauchen lassen, und baut auf, was später Staunen hervorruft. von Kai Mester

Sie kannten sich nicht und gründeten als blutige Laien eine Zeitschrift und einen Trägerverein – »hoffnung weltweit«. Seither publizieren sie schon fast zwanzig Jahre Artikel und Videos und können es nicht fassen. Es ist ein Wunder!

Die besten Voraussetzungen fürs Scheitern waren gegeben: Sie hatten keine professionelle Erfahrung in Redaktion, Grafik und Videotechnik, nur einer von ihnen hatte als Einzelkämpfer Erfahrungen im Verlagswesen gesammelt, finanzielle Ressourcen fehlten anfangs völlig. Dennoch entstanden ein Verlag und ein Filmstudio.

Sie hatten wenig Erfahrung in Kirchendiplomatie und -politik, und Bibelfreizeiten kannten sie nur als Teilnehmer. Doch dieses Jahr organisierte hoffnung weltweit die 17. Bibelfreizeit, die zweite mit Livestream und konnte auch immer wieder renommierte adventistische Redner gewinnen, dort Seminare zu halten.

Was ist das Erfolgsrezept? Oder ist das die falsche Frage?

Es ist tatsächlich die falsche Frage! Gott kann auf krummen Linien gerade schreiben. Er ist der Dirigent, der nach den Missklängen des Instrumente-Stimmens aus dem Orchester symphonische Klangwelten lockt, falls es bereit ist, sich an die Partitur zu halten, ohne den Dirigenten aus dem Auge zu lassen.

Allzu oft sind die Spieler im Orchester selbst überwältigt von dem, was der Geist des Dirigenten aus dem Musikstück macht. Nicht anders geht es uns. Wunder über Wunder haben wir erlebt. Das neueste Wunder ist dieses Portal!

Dieser Artikel führt die Leser Schritt für Schritt in die Vergangenheit bis zu den Anfängen von hoffnung weltweit. Wer mehr wissen will, kann die blauen Hyperlinks anklicken. Dort finden sich verschiedene historische Dokumente.

www.hoffnungweltweit.info

»Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.« (Matthäus 5,15)

Schon über zehn Jahre betreibt hoffnung weltweit e. V. die Internetseite: www.hoffnung-weltweit.de. Auf ihr sind die Artikel der Zeitschrift Versöhnungstag und die Audiovorträge der Bibelfreizeiten zu finden. Doch irgendwie stand alles unter dem Scheffel, war also nur für den zu finden, der aktiv danach suchte und den Scheffel anhob.

Jetzt, auf dem neuen Portal www.hoffnungweltweit.info steht das Neueste, wie immer bei Nachrichten-Portalen oben. Außerdem wird jeder Artikel und jedes Video automatisch bei Facebook bekannt gemacht. So soll das Licht, das unsere Herzen immer neu erwärmt, viel heller in die Finsternis hinausleuchten.

Zwei Brüder hat Gott zur rechten Zeit geschickt, damit dies geschehen konnte: den Architekten Jens Giller für die Konzeption und den Softwareentwickler Sören Lachmann für die Umsetzung. Auf unserer Bibelfreizeit in Hohegrete im August wurde das neue Portal nun offiziell eingeweiht und Gott geweiht. Für mich ist es ein einziges Wunder.

Bibelfreizeiten in Hohegrete (2012–2014)

Zum dritten Mal findet nun schon die Bibelfreizeit in Hohegrete im Westerwald statt. Immer mehr Jugendliche werden in die Organisation eingebunden, tragen zu einem reibungslosen Ablauf bei und wachsen in leitende Aufgaben hinein. Auch hinter dieser neuen Architektur steht unser Jens, der im Herbst 2011 auf unserer Mitgliederversammlung als Berater zu unserem Team dazugewählt wurde.

Nicht nur von Rednern, die bereits früher auf unseren Freizeiten ihre Botschaft gebracht hatten, durften die Teilnehmer in Hohegrete großen Segen erwarten, sondern auch durch die Seminare von Anne-Marie Scott, Emiliano Richards, Enoch Sundaram, dem Ehepaar Humes, der Familie Meyer oder von so bekannten adventistischen Persönlichkeiten wie Ingrid Bomke, Richard Elofer, Tim Riesenberger und Sylvain Romain.

Die Familien Gilmore, Struksnæs, Reich, Eberle, Esther Bosma mit ihrem Team, Maria Rosenthal und viele andere Freiwillige engagierten sich seit den Anfängen der Campmeetings 1997 im begleitenden Kinderprogramm, das inzwischen den Charakter eines eigenen Seminars mit mehreren Workshops angenommen hat.

Versöhnungstag (2011–2014)

Schon seit März 2011 erscheint unsere Zeitschrift unter dem neuen Namen Versöhnungstag. Mit diesem neuen Titel wollten wir unseren Auftrag präzisieren und betonen, in welcher Zeit wir seit 1844 leben. Wir spüren den Auftrag, den Geist der Versöhnung in die Familien zu tragen, mitten unter die verschiedenen Organe im Leib Jesu und hin zu anderen abrahamitischen Kulturen. Denn: Christus kommt bald!

Alte und neue Artikel aus dem Versöhnungstag werden ab nun wöchentlich auf dem hoffnung-weltweit-Portal eingestellt. Durch diese regelmäßigen und häufigen Posts wollen wir mit unseren Lesern enger verbunden werden. Die Kommentarfunktion bietet sich für einen Austausch an. So können wir ins Gespräch kommen.

Aktuelle Artikel wie dieser werden auf dem Portal erscheinen, damit wir nicht nur über tiefliegende Themen sprechen und beten, sondern auch über neue Entwicklungen und aktuelle Nachrichten.

Jesus heilt, und Jesus kommt! Jesus macht frei, und Jesus siegt! Das war unser Motto seit vielen Jahren. Diese Botschaft braucht die Familie, braucht die Gemeinde, braucht die Welt. Das ist die Botschaft des neuen Portals.

Bibelstream-Studio (2010–2014)

Doch nicht nur Texte und schöne Bilder enthält das Portal. Es verlinkt auch zu jedem neuen Film, den Bibelstream auf seiner Website anbietet, spricht Auge, Ohr und Herz an. Bestehende Videoclips werden bekannt gemacht und thematisch eingebunden. »Schmecket und sehet wie freundlich der HERR ist, wohl dem der auf ihn traut.« (Psalm 34,9 Luther 84) Das ist die Botschaft jedes Videos – buchstäblich verstehen kann man dies bei den veganen Kochvorführungen. Das Evangelium lässt sich tatsächlich auch schmecken.

Seit 2010 öffnete der Himmel auf wundersame Weise für Bibelstream die Möglichkeit, ein eigenes Filmstudio zu beziehen. Seitdem erreichen uns nicht nur die wunderschönen Filme, die unter freiem Himmel gedreht wurden oder in Wohnzimmern und Gemeinderäumen, sondern auch solche aus dem Studio. Das erste Studio war in den Räumlichkeiten des Naturkostladens, den das NewStartCenter in Herbolzheim eröffnete, und das zweite in der Elisa-Schule im benachbarten Tutschfelden. Im Studio entstanden zum Beispiel ein Interview mit dem bekannten Verkündiger David Gates und Lieder mit dem beliebten Sänger Derrol Sawyer oder die faszinierende Reihe über Gottes Zehn Gebote.

Waldemar Laufersweiler, der Initiator und Betreiber von Bibelstream, zog mit seiner Familie in die nahe gelegene, idyllische Schwarzwaldgemeinde Freiamt. Sein Umzug war der Auslöser für weitere Familien, sich auch dort niederzulassen – darunter Familie Fickenscher mit ihrem NewStartCenter, einem Versand für Naturkost, Naturkosmetik, Küchengeräte und geistliche Literatur. Ja, wir erleben Gottes Botschaft ganzheitlich mit allen Sinnen und halten als Familien zusammen.

Auch in einem anderen Punkt ging Waldemar uns damals voran. Schon 2010 hob er den Scheffel, damit das Licht von Bibelstream heller scheinen konnte. Er veröffentlichte die Filme nicht mehr nur auf der Bibelstream-Webseite, sondern auch auf den Portalen von Vimeo, YouTube und Facebook. Doch nicht jede Woche kann ein neuer Film erscheinen, dazu ist der Aufwand viel zu groß. Deshalb ist die Mischung von Artikeln und Bibelstream-Filmen im neuen Portal optimal. Da gibt es wöchentlich Neuigkeiten wie damals beim Adventist Review, der Zeitung, die James White gründete. Endlich hat Gott die Möglichkeit geschaffen, dass wir dem inspirierten Rat folgen und viel häufiger als monatlich publizieren.

Im Jahr 2010 schloss sich Bibelstream, das von Anfang an eine Koproduktion der Familie Laufersweiler und hoffnung weltweit war, noch viel enger mit hoffnung weltweit zusammen. Damals hieß unsere Zeitschrift noch Fundament für ein befreites Leben. Zu diesem Anlass veröffentlichten wir einen Artikel über die Geschichte von hoffnung weltweit. Seither erschienen dort immer wieder Berichte über Bibelstream und auch Hinweise auf neue Filme.

Alle diese Neuerungen waren oft das Ergebnis schwerer Zeiten wie zum Beispiel finanzieller Durststrecken, aber auch anderer Herausforderungen. Daher waren sie immer Wunder. Doch »denen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen« (Römer 8,28).

Missionshefte (2008–2013)

Gehen wir einen Schritt weiter zurück: Insgesamt fünf Jahre lang publizierten wir mehrmals im Jahr ganz besondere Edelsteine der Wahrheit. Es waren Sonderausgaben, die zum Verteilen und Weitergeben im größeren Stil gedacht waren. Auch diese werden durch das neue Portal besser zugänglich gemacht und vielleicht erst so richtig ihrem Verwendungszweck zugeführt: Das Leseverhalten der Menschen hat sich in die digitale, virtuelle Welt verlagert – auf dem Portal werden wir einzelne Artikel aus den Sonderausgaben herausgreifen und dann am Ende per Link mit dem jeweiligen Themenheft im pdf-Format verbinden. Zu einem Beispiel führt dieser Link.

Insgesamt sind bislang siebzehn ansprechende Infohefte entstanden, sieben Lehrhefte zur unsterblichen Seele, zum Sabbat (2), zur Prophetie (2), zum Heiligtum und übers Vertrauen; zwei Lebensstil-Hefte zu Ernährung und Landleben; fünf Reformationshefte über Luther (2), die Waldenser, Hussiten und Hugenotten; sowie eine Weihnachts- und zwei Osterausgaben. Sie alle sind online gestellt und dank unseres Grafikers Waldemar Laufersweiler wunderschön geworden.

Die Saat für diese Themenhefte wurde aber schon viel früher gestreut: Gemeinsam mit Amazing Discoveries brachten wir im Jahr 2007 Ellen Whites Bestseller Steps to Christ unter dem neuen deutschen Titel Schritte zu Jesus heraus. Die einfühlsame Übersetzung von Patricia Rosenthal und die herausragenden Fotos von Henry Stober geben dieser Broschüre bis heute eine einmalige Atmosphäre.

Dem waren 2002 und 2004 die beiden Hefte Sehnsucht nach Jesus vorausgegangen mit Auszügen aus Ellen Whites Steps to Christ und einem ihrer weiteren Bestseller, Desire of Ages. Lange hatte uns der HERR mit dem Wunsch beseelt, die Gute Nachricht unseren Mitmenschen in Sprache und Aufmachung so ansprechend wie möglich zu bringen.

Schon Ende der 90er Jahre hatten wir die Verteilzeitungen Freiheit in Gefahr und Siehe er kommt! in Zusammenarbeit mit Cornerstone Publishing erstellt. Das hatte unsere Sehnsucht nach weiteren wirksamen Broschüren geweckt. Und das amerikanische Magazin Last Generation von Hartland Publications war uns mit seiner Haltung der Zuwendung zum verlorenen Menschen immer eine Inspiration gewesen.

Mit dem Portal nähern wir uns nun formal den zeitgemäßen Kommunikationsmitteln an. Sicher haben wir noch einiges zu lernen, damit die Botschaft die noch besser erreicht, die sich nach ihr sehnen.

Ab dem Jahr 2008 gab es unsere Zeitschrift Fundament für ein befreites Leben, die bis dahin in DIN-A4 produziert wurde, neu im handlichen DIN-A5-Format, und zwar ab da jeden Monat. Das war ein entscheidender Schritt nach vorn in Richtung auf unser nunmehr wochenaktuelles Internet-Portal.

Bibelfreizeiten in Rehe (2007–2011)

Unsere jährlichen Bibelfreizeiten in Rehe im Westerwald waren die ersten Freizeiten, die wir nicht mehr in einer Jugendherberge, sondern in einer christlichen Tagungsstätte durchführten. Leider verstarb der Organisator unserer Freizeiten, unser langjähriger Kassenwart Thomas Schmidt, mit nur 35 Jahren kurz vor dem Beginn der letzten Rehefreizeit an einer rasch eskalierenden Krankheit. Das war ein großer Schlag! Noch das Jahr zuvor hatte er die Anmeldesoftware programmiert, die wir auch heute immer noch benutzen und die uns Benjamin Kiene auf neue Bedürfnisse anpasst.

Thomas' Frau Sonja war jahrelang unsere Schriftführerin und noch heute ist sie Beraterin im Vorstand. Thomas' Tod war wirklich ein großer Verlust für uns. Er ist uns bis heute ein Vorbild in seiner Hingabe für diese Arbeit geblieben. Die Bereiche, die er abdeckte (Finanzen, Computer, Steuerrecht, Freizeitorganisation), mussten wir auf viele Schultern verteilen. Der Schmerz hat uns alle in der Hoffnung auf die Auferstehung enger zusammengeschweißt. Es fühlte sich an, als wären wir am Ende angekommen. Doch Gott tat das Wunder und vervielfältigte die Mitarbeiter.

Daniela Weichhold, unsere Mitarbeiterin, die als Sekretärin bei der Europäischen Kommission in Brüssel angestellt ist, übernahm das Amt der Schriftführerin und wirkt nun bei der Organisation der Anmeldungen für die Freizeit in Hohegrete federführend. Sie hatte Thomas bei den Freizeiten mehrfach vor Ort bei administrativen Aufgaben unterstützt, und das zuerst mit ihrer Freundin Tanja Bondar, die bis heute eine der wichtigsten Korrektorinnen in unserer Redaktion ist.

Auf den Bibelfreizeiten in Rehe hörten wir zum ersten Mal die Familienbotschaft von Familie Nebblett. Auch Pat Arrabito, Frank Fournier, Derrol Sawyer und Ron Woolsey, hinterließen einen bleibenden Eindruck in Deutschland und ihre Interviews und Botschaften können heute noch auf Bibelstream angeschaut werden. Freiheit von Angst und Verzweiflung, Freiheit von Sucht und Sünde. Das waren ganz wichtige Botschaften, die jedem Mut machten. Denn die Redner hatten dies am eigenen Leib erlebt. 

Juan Campos, Marcelo Villca, Hugo Gambetta und Alberto Treiyer dienten uns als erfahrene Evangelisten und Bibellehrer. Jüngere Prediger wie Male Bone Laing, Chris und Nayelith Pfeiffer, Daniel Pel, Norberto Restrepo jun. sowie Giovana und David Restrepo motivierten vor allem die jungen Leute für ein Leben mit Jesus, und Marco Barrios hielt sein grundlegendes Seminar über die beiden Prophetiekarten.

2005 – das Jahr der Weichenstellung

Unsere Reise führt uns wieder ein paar Jahre weiter in die Vergangenheit: Im Jahr 2005 gründete Waldemar Laufersweiler die Website Bibelstream, nachdem er schon 1998 als Layout-Grafiker zu hoffnung weltweit dazugestoßen war und zum zweiten bezahlten Mitarbeiter wurde.

Im Jahr 2005 schrieb Kai Mester, Autor dieses Artikels und seit 1996 Redakteur von hoffnung weltweit, seine erste Kolumne zum Thema Islam unter dem Titel Adventist Surrender.

Beide Dienste setzen sich inzwischen immer stärker für Versöhnung ein. »So bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!« (2. Korinther 5,20)

Auch im Jahr 2005 begann Margit Hast ihren Dienst im Bereich Kommunikation für hoffnung weltweit. Sie war die neue freundliche Stimme am Telefon und kümmerte sich um Abonnenten und Spender. Druck und Versand der Missionshefte wurden von ihr koordiniert. Auf Freizeiten machte sie die Moderation auf dem Podium. In ihre Fußspuren sind unsere Kassenwärtin Steffi Fickenscher und unser Moderator Norbert Lauter getreten.

Ebenso im Jahr 2005 begann eine engere redaktionelle Zusammenarbeit mit Patricia Seifert. 2008 heiratete sie dann unseren zweiten Vorsitzenden und Redakteur Alberto Rosenthal. Dies war die dritte Ehe, die aus unserer Arbeit geboren wurde: Waldemar Laufersweiler hatte Maria, eine Leserin der von ihm gestalteten Zeitschrift, geheiratet, Thomas Schmidt Sonja, eine Teilnehmerin der von ihm organisierten Freizeit, und nun Alberto Rosenthal Patricia, eine der langjährigen Übersetzerinnen für die Redaktion. Gott war dabei, den schönen und tragfähigen Familienteppich weiterzuweben, ohne den hoffnung weltweit sein demnächst 20. Jubiläum nie sehen würde.

Alberto und Patricia brachten im Jahr 2009 zum 160-jährigen Jubiläum des Adventist Reviews (damals hieß er noch Present Truth, später Review and Herald) die Festschrift Morgenröte seines Kommens heraus. Das war der Startschuss für einige Sonderausgaben aus der Feder von Alberto, die seit diesem Jahr auch als Ausgaben des Versöhnungstages erschienen sind und uns besonders deutlich unsere Aufgabe und die Zeit, in der wir leben, bewusst machen.

Inhaltlich und strukturell sind hier 2005 also grundlegende Dinge passiert, ohne die das neue Portal nie seine jetzige Gestalt bekommen hätte. Zum zehnjährigen Jubiläum von hoffnung weltweit im Jahre 2006 schrieb ich dann auch dankbar den Artikel »Wie Gott uns geführt hat«.

Bibelfreizeiten am Edersee und auf der Rhön (2000–2006)

Nun kommen wir in unserer Zeitreise an der Jahrtausendwende an. Botschaften, die damals noch selten in Deutschland zu hören waren, das war das Besondere an den Bibelfreizeiten von hoffnung weltweit. Auch dass auf den Freizeiten Adventisten aus verschiedensten Gruppierungen in versöhnlicher Stimmung zusammenkamen, war eine gesegnete Eigenheit. War die erste Freizeit 2000 offiziell noch ein Hartland Campmeeting, so wagten wir schon im nächsten Jahr den Schritt in die völlig eigenständige Organisation einer Bibelfreizeit.

Seither haben die Botschaften von Maurice Berry, Margaret Davis, John Davis, Daniel Garcia, Dwight Hall, David Kang, Zita Kovács (jetzt Witte), Jesús Morales, Gerardo Nogales, Paul Osei, Jeff Pippenger, Norberto Restrepo sen., Enrique Rosenthal und Emily Waters (jetzt Schlittenhart) alle ihre Spuren in den Herzen hinterlassen. Gerechtigkeit aus Glauben und Prophetie, das waren die vorherrschenden Themen. Hier finden sich weitere Berichte dieser Freizeiten: 2003, 2004, 2005, 2006.

Ein besonderer Leckerbissen ist dieser Videoclip über die Ederseefreizeiten 2001 und 2002. Politisch hat uns die Freizeit 2002 fast Kopf und Kragen gekostet, da wir einen eingesegneten Ältesten aus den USA ohne vorherige Genehmigung auf unserer Freizeit eine Taufe durchführen ließen. Für die Zukunft hatten wir daraus gelernt. Für die Täuflinge und alle Teilnehmer war es dennoch ein großer Segen.

Die Bibelfreizeiten inspirierten auch einige Familien in den Nachbarländern, dort ähnliche jährliche Freizeiten durchzuführen, zum Teil bis heute.

Im Sinne aller dieser Botschaften hat unsere Zeitschrift Fundament übers Jahr achtmal in DIN-A4-Format die Leser motiviert und zur nächsten Freizeit eingeladen, auch zu anderen Veranstaltungen in Ortsgemeinden, vor allem mit der Familie Waters zum Thema »Jesus heilt Herz und Heim«. Einige Stationen, an denen Familie Waters über die Jahre ihr Seminar hielt, waren: Het Kervel, Hamburg, Donaueschingen, Offenburg, Heilbronn, Karlsruhe, Zürich, Aschaffenburg, Köln, Freudenstadt, Freiburg, Bad Krozingen.

In diesem Sinne soll auch das Portal in Zukunft frohe Botschaft in Herz und Heim bringen.

Laiendienste

Von Anfang an war es hoffnung weltweit ein großes Anliegen, Laiendienste zu stärken und zu fördern. Diese Privatinitiativen beleben erst so richtig die Gemeinden und sind für viele Menschen überlebensnotwendige Tankstellen. Da ist die Angermühle im Altenburger Land, ein Bauernhof, gegründet von Patricia Rosenthals Familie. Oder das Missionshaus Mittelsinn im Spessart, das eine Zeit lang unsere Adresse mit Karin Vockenhuber als Sekretärin war. Das NewStartCenter im Schwarzwald wird von unserem Gründungs- und Teammitglied Marius Fickenscher geleitet und ist mit Bibelstream eines der engsten Partnerdienste von hoffnung weltweit.

Het Kervel in Holland ist uns eine große Inspiration für unsere Bibelfreizeiten gewesen. Dort lernte ich Campmeetings in meiner Jugend zum ersten Mal kennen. MHA in Rudersberg ist die Druckerei unserer Zeitschrift, mit deren Leiter Benjamin Bondar uns eine enge Freundschaft verbindet. Im Vorstand der Immanuel-Schule in München wirkte unsere Margit Hast mehrere Jahre mit. Amazing Discoveries in Nürnberg wird uns wohl immer Inspiration für Mut und Professionalität bleiben. Das bolivianische Kinderdorf von l'ESPERANCE Kinderhilfe wurde von unseren Vorsitzenden mit gegründet. Das andere bolivianische Kinderdorf der Fundación El Sauce gründete Bertram Hipp, ein enger Freund der Familie Rosenthal.

Annemarie Mayer erlebte durch Margaret Davis auf unseren Bibelfreizeiten eine persönliche Erweckung und so entstand ihr Büchlein und ihre Lesungen auf Bibelstream unter dem Titel Verheißungen für dich. Familie Bläsing gründete den Dienst future is now, der die Prophetieauslegung der Adventpioniere wieder bekannter macht.

Ich denke auch an die Familiendienste von Heidi Kohl, Monika Pichler, Manfred und Monika Graser, Irma Kovács, ihren Töchtern Hilda Kovács und Zita Witte, deren aller Anliegen für Bildung und Gesundheit wir völlig teilen, oder an den noch recht junge Dienst advedia von Ilja und Tanja Bondar und viele andere zum Teil im Ausland, mit allen haben wir eine innige Verbindung.

Dass dieses familiäre Netzwerk wächst und gedeiht und die Gemeinde belebt und zum geistlichen Wachstum beiträgt, das ist unser Wunsch, Gebet und Ziel auch mit dem neuen Portal. Es soll auch eine Einladung sein an die vielen suchenden und verzweifelten Menschen, die die befreiende Gnadenbotschaft Gottes nicht oder nicht wirklich kennen.

Vereinsgründung und Eigenständigkeit (1996–1999)

Fast haben wir unsere Zeitreise abgeschlossen. Doch noch nicht ganz. Den Schritt, den wir 2001 mit der Bibelfreizeit wagten, hatten wir schon 1997 bei der Zeitschrift vollzogen. Anfangs druckte Hope International in den USA unsere Zeitschrift mit Artikeln, die wir hauptsächlich aus ihrem zehnjährigen Fundus an Monatsausgaben der Zeitschrift Our Firm Foundation zusammengestellt und graphisch gestaltet hatten. Dann verschifften sie die Hefte tatsächlich nach Deutschland. So unerfahren waren wir im Verlagswesen! Doch schließlich wagten wir es, den Druck selbst in die Hände zu nehmen. Hatte sich doch einmal eine Sendung für uns nach Portugal verirrt und wir hatten die Hefte der portugiesischen Ausgabe erhalten!

Von Anfang an haben wir inhaltlich die englischen Artikel aus dieser Zeitschrift selbst ausgesucht und übersetzt. Doch bald öffneten wir uns auch andere Quellen und begannen selbst zu schreiben. Der Weg in die Eigenständigkeit kam schnell. Denn alle Abhängigkeit war selbstgewählt, uns fehlte die Erfahrung und die Kompetenz. Wir waren dankbar für jede Hilfestellung und die war äußerst selbstlos. Ein Grund, weshalb uns mit Hope International trotz aller politischen Überlegungen, die man an uns herantrug, viele Jahre lang eine enge Freundschaft verband.

Es war eine Zeit der Wunder, wie Gott die Wege lenkte. Ich folgte damals dem Ruf, Vollzeit in diese Arbeit einzusteigen unmittelbar nach meinem Studium und der Geburt unserer ältesten Tochter. Die Zeitschrift Unser festes Fundament stand gerade erst kurz vor dem Druck ihrer dritten Ausgabe überhaupt. Auf ihrer Titelseite prangten sechs Fundamente: Christus unsere Gerechtigkeit, Heiligtum, drei Engelsbotschaften, Gottes Gesetz, Sabbat, sterbliche Seele. Bis heute sind wir dieser befreienden Botschaft treu geblieben.

Am 27. November 1996 fand die Vereinsgründung in Königsfeld im Schwarzwald statt. Die Vorsitzenden waren damals schon Friedebert Rosenthal und sein Sohn Alberto. Gerhard Bodem wurde Kassenwart und Kai Mester Schriftführer. Zu den Gründern gehörten noch Maria Rosenthal, Ruth Bodem und Marius Fickenscher.

Mein erstes Geleitwort schrieb ich für den Januar 1997. In Jesus eintauchen wie in Wasser und Blut, ihn ins Herz lassen wie Brot und Fleisch in den Magen und seine Gerechtigkeit wie ein Kleid anziehen, damit wir ganz und gar aus ihm bestehen. Das war die Botschaft dieses Geleitworts. Das ist immer noch das Ziel, das wir für jeden Leser mit dem Internetportal verfolgen.

Kurz darauf organisierten wir die ersten beiden Bibelfreizeiten für Hartland. Auf der ersten in Biberach fanden die Vorträge noch in einem großen Zelt auf dem Grundstück einer Jugendherberge statt und auch auf der zweiten zwei Jahre später in einer Jugendherberge in Träg bei Trier gab es zwei kleinere Seminarzelte. Wer hätte geahnt, was daraus einmal alles werden würde? Wie anders, wie gesegnet das Leben deshalb weitergehen würde?

Die Anfänge (1994–1996)

Ganz zu Anfang stand die Familie Rosenthal, aufgeweckt durch ein Campmeeting des Hartland Instituts in Tschechien in Juni 1994 und deren machtvolle Verkündiger Colin Standish und Russell Standish sowie Ron Spear, den Leiter von Hope International. Ron Spear hatte seit zwei Jahren dafür gebetet, dass eine deutsche Zeitschrift nach dem Vorbild der amerikanischen Laienzeitschrift Our Firm Foundation entstehen würde; Familie Rosenthal fing Feuer und die amerikanischen Brüder sagten jede Unterstützung zu.

Wolfgang Faber, Renate Granger und Samuel Minea boten ihre Mithilfe bei der Übersetzung an und gehörten mit Torben Nybo bald zu den moralischen Stützen des Projekts. Gerhard Bodem, Pionier der privaten Verlagstätigkeit und Gründer des Edelstein-Verlags, folgte schon 1995 dem Ruf zur Mitarbeit. Aus seinem Kundenkreis wurde eine erste Leserschaft gewonnen. Genau zur rechten Zeit, die erste Ausgabe war übersetzt, geschah das Wunder: Mike Lambert meldete sich per Telefon bei Rosenthals und bot seine Unterstützung bei der Gestaltung an.

Mit Rosenthals und Bodems hatte Gott der Arbeit geistliche Eltern geschenkt, die bis heute die familiäre Atmosphäre unseres Dienstes bestimmt haben. Überhaupt waren ihr Streben nach Erweckung und Reformation sowie ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit wichtige Zutaten für den langjährigen Bestand von hoffnung weltweit.

Das war ein Einblick in die Geschichte dieses Portals, die Geschichte einer großen Familie, die zum Segen werden möchte, weil Gott ihr zum Segen geworden ist.

KAI MESTER


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